OrdensFrauen für MenschenWürde unterstützen den Synodalen Weg

Unterscheidung - Gerechtigkeit - Mut


Im Sommer/Herbst 2018 hat sich eine Gruppe von Ordensfrauen aus dem Großraum München zur Gruppe OrdensFrauen für MenschenWürde zusammenefunden. Angesichts einiger Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche wollten wir nicht länger schweigen, sondern in der Öffentlichkeit gemeinsam unsere Stimme erheben. Zunächst stand die Aufnahme von Flüchtlingen im Vordergrund, nachdem einzelne Gemeinschaften von uns schon jahrelang Frauen im Kirchenasyl beherbergt hatten. Doch schon bald kamen weitere wichtige Anliegen hinzu. So formulieren wir unsere Ziele im Frühjahr 2019 wie folgt:

•    Für die Würde eines jeden Menschen: für ein geschwisterliches Miteinander; für das Recht der Schwächeren; für Respekt und Dialog; für Gewaltfreiheit.

•    Für Solidarität mit den geflüchteten Menschen: für Kirchenasyl; für Bekämpfung der Fluchtursachen; für Klimaschutz; für einen Stopp der Waffenexporte.

•    Für Reformen in der Kirche: für ein gleichwertiges Miteinander von Frauen und Männern; für die konsequente Aufarbeitung von Missbrauchsfällen; für eine überfällige Überarbeitung der kirchlichen Sexuallehre; für die Zulassung von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern und Funktionen.

Eure Ziele sind unsere Ziele

Unsre Ziele aus „für Reformen in der Kirche“ korrespondieren mit den vier Foren des Synodalen Weges: Macht und Gewaltenteilung in der Kirche - gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag; Priesterliche Existenz heute; Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft; Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche. Diese weitgehende Übereinstimmung ist kein Zufall: der syno-dale Weg greift die Anliegen auf, die viele Reformgruppen, Verbände und Einzelne seit Jahren oder Jahrzehnten als Themen qualifizieren, die um des Evangeliums willen zu besprechen und zu bearbeiten sind.

Die Nachrichten, die wir über die erste Synodalversammlung im Januar 2020 gehört haben, haben uns ermutigt. Wir haben wahrgenommen, dass die Deutsche Ordensobernkonferenz 10 Personen entsenden konnte; darunter 7 Ordensfrauen. Auch dass es 15 „junge“ Leute in dieses Gremium geschafft haben, ist für uns ein positives Zeichen.

Seit März 2020 scheint jedoch der Synodale Weg aus verschiedenen Gründen etwas ausgebremst. Zu „Corona“ kamen, wie zu befürchten war, zahlreiche innerkirchliche Bremsversuche. Obwohl die Mehrheit vieler kompetenter und engagierter Christinnen und Christen und Bischöfe an diesem Reformprojekt mit viel Herzblut arbeitet, gibt es eine kleine aber lautstarke Minderheit, die Änderungen ablehnt. Auch den Papstbrief „An das pilgernde Volk Gottes“ vom Juni 2020 empfanden viele aus Deutschland als eher bremsend. Zunehmend mehren sich auch Stimmen, die diesem Reformversuch grundsätzlich jede Erfolgschance absprechen.

Wenn der Synodale Weg an Erneuerungswillen verlieren würde, wäre das ein fatales Zeichen für unsere Kirche wie für die Gesellschaft. Das darf nicht geschehen! Deshalb möchten wir OFMW sowohl die Bischöfe wie auch alle anderen Beteiligten am SW ermutigen, in der Stärke Gottes, im Sinne Jesu und getrieben von der heiligen Geistkraft weiter voran zu gehen.

Mit großem Interesse haben wir die Vorüberlegungen des Synodalforums 1 „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“ gelesen. Dieser Text korrespondiert in besonderer Weise mit einigen unserer Anliegen. Deshalb möchten wir dazu gerne Rückmeldung geben und damit die Reformkräfte in der Kirche und vor allem jetzt beim SW ermutigen und unterstützen.

Wir schreiben als Frauen, die aufgrund ihrer Berufung in dieser Kirche leben und sie mitgestalten wollen. Unsere Fragen an den Text waren: - Wo wird das für mich ernst? - Wo spüre ich Resonanz? - Wo kann ich frei atmen und spüre die befreiende Kraft des Evangeliums?

Frauen (in) der Kirche

Als Ordensfrauen lieben wir die Kirche --- trotz allem! Wir haben das Geschenk des Glaubens und unserer Berufung in der Kirche gefunden; und die Kirche ist neben der Gesellschaft der selbstver-ständliche Raum, in dem sich unser Leben abspielt. In diesem Raum gehen wir von dem christlichen Menschenbild aus, das auf der gleichen Würde aller Menschen als Brüder und Schwestern basiert. Zu diesem christlichen Ideal gehören aus theologischen Gründen die bedingungslose Annahme aller Menschen - unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung - und die Geschlechtergerechtigkeit.

Wir sind keine Anfängerinnen im Christsein und Ordensfrau-Sein und müssen bekennen, dass neben unserer immer noch bestehenden Begeisterung eine erhebliche Ernüchterung hinsichtlich der Erstarrung und ein nachhaltiger Schock über den vielfältigen Missbrauch innerhalb der Kirche getreten sind: Leider mussten wir im Verlauf unseres Lebens lernen, dass zwischen Evangelium und Praxis in der Kirche, auch ausgehend vom Kirchenrecht, ein „garstig breiter Graben“ ist. Wir meinen damit nicht die normale Spannung zwischen Ideal und Realität, sondern die Entwicklung der Kirche in den letzten 200 Jahren, in denen die kath. Kirche sich zu einem Männer-Macht-Bündnis entwickelte, das „störende“ Denkformen und Menschen ausschloss. Wir denken da beispielsweise an Themen wie Demokratie, Gender, Sexuallehre, Selbstbestimmung, Gewissensfreiheit, Ökumene, Dialog der Religionen, Menschenrechte.

Das Zweite Vatikanische Konzil und die Würzburger Synode schlugen wohltuende Brücken zur „Welt“, aber dieser Aufbruch wurde nicht konsequent weiterverfolgt. Diese Lücke wird gleich am Anfang des o.g. Papiers betont. Es erklärt, dass die Kirche von ihrem Auftrag her berufen ist, sowohl dem Evangelium wie den „Zeichen der Zeit“ zu entsprechen und dass sich deshalb viele Strukturen in der Kirche verändern müssen. Das Bemühen um eine ständige Erneuerung ist kein Luxus, sondern entspricht dem Auftrag der Kirche. Wir wissen inzwischen, dass ein „Kirchenver-ständnis, das sich durch eine Aufladung des Weiheamtes als „heilige Gewalt“ (sacra potestas) auszeichnet, eingebunden in eine Hierarchie, in der einseitig die Gläubigen von Priestern als abhängig gesehen werden. … keineswegs Ausdruck einer jahrhundertelangen und bewährten Tradition [ist], sondern auf weite Strecken eine neue Erfindung nach der Aufklärung.“

Unterscheidung

Unsere Erfahrung ist, dass die Begründung der Vollmacht des Amtes mit dem Willen Gottes viel Schaden angerichtet hat und weiterhin Schaden anrichtet. Deshalb schrillen bei uns die Alarmglocken, wenn der Wille Gottes zur Zementierung von Macht missbraucht wird. Ein Beispiel dafür, wie in der Kirche Gutes in Böses verkehrt werden kann, ist im Text die „Spiritualität des Gehorsams“. Tatsächlich brachte Gehorsam, religiös verbrämt, Infantilität, Manipulation, Willkür und Unterdrückung hervor. Das ist klar missbräuchlich und dagegen muss angegangen werden. Von einem solchen Gehorsamsverständnis möchten wir uns als Ordensfrauen natürlich deutlich distanzieren. Einen solchen Gehorsam hat keine von uns gelobt!

Leider haben aber durch Missbrauch viele eigentlich wertvolle und christliche Haltungen, Ideale und Werte ihre positive Bedeutung verloren: Wir denken da an die evangelischen Räte insgesamt, an Begriffe wie Demut, Dienen, Selbstbeherrschung, Opfer, … Auch Macht ist ja per se nicht schlecht, aber wenn Macht verschleiert oder missbraucht wird….

Wir können unterstreichen, dass die Krise der Kirche hausgemacht ist - und nicht von der „bösen Welt“ verursacht: Also nicht von außen in die Kirche hineingetragen, sondern durch Strukturen verursacht, die Macht falsch einsetzen und so Missbrauch begünstigen. Diese Schuldgeschichte muss angeschaut werden, auch wenn das nicht immer einfach ist. Ein Problem dabei ist das fehlende Unrechtsbewusstsein einiger (oder vieler) Täter. Hier muss die Gemeinschaft der Kirche auf die Betroffenen hören und notfalls systemfremde Fachleute heranziehen.

Gerechtigkeit

Wir erwarten ein klares Bekenntnis zur eigenen Schuld und tätige Reue. Dabei darf auf keinen Fall weiterhin der Eindruck entstehen, die Verantwortlichen reagierten nur auf Druck von außen. Wir wünschen uns eine Kirche, die nicht vertuscht, verschweigt, herunterspielt. Die Motivation dazu nehmen wir aus dem Evangelium und halten nichts davon, durch falsche Trostpflaster das Ver-trauen der Menschen wieder gewinnen zu wollen.

Dabei nehmen wir uns selbst nicht aus und sehen inzwischen, dass wir Unrecht viel zu oft hingenommen haben: Wir haben als „Schafe“ die „Hirten“ gewähren lassen, statt Widerstand zu leisten. So wurden wir wie viele Christinnen und Christen zu Ko-Klerikalen, die zu wenig auf ihr eigenes Gewissen hören.

Kirchliche Strukturen sind ebenso für den noch nicht genügend angeschauten und aufgearbeiteten spirituellen Missbrauch verantwortlich. Hier gibt es in der Kirche in Deutschland noch viel zu tun. Für alle Betroffenen wünschen wir Anerkennung des Leids und Gerechtigkeit! Nicht länger darf über die Betroffenen gesprochen werden, sondern mit ihnen: Deshalb begrüßen wir, dass in der letzten Vollversammlung endlich Betroffene zu Wort gekommen sind.

Als Ordensfrauen, die internationalen Gemeinschaften angehören, denken wir in besonderer Weise auch an unsere Mitschwestern in der ganzen Welt. Was Ordensfrauen weltweit angetan wurde und wird, ist himmelschreiend. Wenn der SW in Deutschland für die deutsche Kirche mehr Gerechtigkeit schaffen könnte, wäre das ein Anfang, der (Ordens-)Frauen weltweit helfen könnte.

Wegen der Dringlichkeit einer Antwort auf diese „existentielle Krise“ der Kirche und weil inzwischen ein Stau an Reformen die Zukunft der Kirche beeinträchtigt, reichen Vertröstungen und kleine „Reparaturen“ nicht mehr aus; es braucht „echte Reformen“ und verbindliche Entscheidungen.

Mit der Erfahrung des Nicht-gesehen-werdens von Frauen haben wir uns gut wiedergefunden im Abschnitt über „prekäre Konzepte von Macht“. Unsere Erfahrung ist: Sollte frau in der Kirche aktiv sein wollen, muss sie wissen: Es gibt die „gläserne Decke“. Sie ist zwar unsichtbar und wird oft totgeschwiegen, doch sie verhindert nicht selten, dass Berufungen und Charismen in angemessener Weise eingebracht werden können.

Ein Bischof hat im Jahr 2020 die Aufgabe einer Frau in einer relativ hohen Position im Ordinariat des Bistums so qualifiziert: „Sie soll mir den Rücken freihalten“. Nun sind wir je nach Situation gern bereit, das zu tun, aber wenn das das einzige ist, was uns zugestanden wird? Wir erleben, dass wir beten, zuarbeiten, ausbessern, Kohlen aus dem Feuer holen dürfen … Dass eine Untersekretärin im Vatikan Stimmrecht bei einer Bischofssynode erhält oder dass die deutschen Bischöfe unter dem Druck der Öffentlichkeit eine Frau zur neuen Generalsektretärin ernennen, ist ein längst überfälliger, aber immer noch winziger Schritt in die richtige Richtung.

Wir bezweifeln, dass Kirchenmänner wissen, wozu wir berufen sind und wozu nicht! So ist es drin-gend nötig, dass Dienste (bisher Frauen zugeordnet) und Ämter (bisher nur für Männer) neu definiert werden. Das setzt voraus, dass die Zuordnung von allgemeinem und besonderem Priestertum neu gedacht, Gewalt geteilt und Ämter geschlechtergerecht ausgeübt werden. Dazu gehört auch, wie im Arbeitspapier angemahnt, eine solide Trennung von sakramentaler Vollmacht und Leitungsmacht.

Mut

Im von Sr. Philippa Rath OSB herausgegebenen Buch „Weil Gott es so will“ bekennen viele Frauen, dass sie trotz vieler Hindernisse und Schwierigkeiten priesterliche Funktionen ausüben. Keine dieser Frauen will jedoch in den vorherrschenden Klerikalismus hineingeweiht werden. Erforderlich ist eine Neugestaltung des Systems.

Auch ein neues, charismen-orientiertes Konzept von Entscheidungsfindung muss entwickelt wer-den. In diesem Zusammenhang weisen wir auf die spirituelle Tradition der Kirche hin, die durch Ordensleute gelebt wurde und wird und Einzelnen wie Gruppen hilft, ihr persönliches Christ*in-Sein zu verwirklichen. Wir denken da an Stichworte wie „Gewissensbildung“, „Unterscheidung der Geister“, „sexuelle und spirituelle Selbstbestimmung“, christliche Erfahrung“, „Spiritualität“ und „Mystik“.

Inzwischen gibt es in einigen Diözesen Frauenförderpläne, und manche Bischöfe sind stolz, wenn in ihren Ordinariaten Frauen an hohen Stellen arbeiten. Das sind erste Schritte in Richtung Partizipation und Gewaltenteilung. Wir sagen dazu: Schön, weiter so, das ist der Anfang und weitere Schritte müssen kommen…. Anzustreben wäre also, wie es das Papier formuliert, eine Zusammenarbeit aller im Dienste einer Pastoral, in der nach den Kriterien Berufung und Eignung entschieden wird.

Unser Fazit: Ja, der Synodale Weg kann und muss – um Gottes und der Menschen willen – ein Erfolg werden. So wünschen wir allen Beteiligten die Hilfe von Gottes lebenspendender Geistkraft.


München, 28.02.2021
OrdensFrauen für MenschenWürde

Sr. Susanne Schneider MC, München
Sr. Hilmtrud Wendorff CJ, Nürnberg

https://ofmw.webflow.io/

 




Spannungsfeld Kirche - Maria 2.0 und herkömmliche Gemeinden


Einerseits sind Veränderungen in der katholischen Kirche gewollt, andererseits herrscht Unverständnis. Eine geschlechtergerechte Kirche, in der alle Menschen Zugang zu Weiheämtern haben, und die Abschaffung des Pflichtzölibats sind unter anderem Forderungen der Bewegung Maria 2.0, die mit ihren Thesen am vergangenen Wochenende für Veränderungen sensibilisieren wollten. Im Landkreis Erding ist von dieser Bewegung nicht viel zu spüren gewesen.

Lesen sie weiter in der Süddeutschen Zeitung


 

 Thesenanschlag 2.0

Neuer Thesenanschlag nach 500 Jahren 


Thesenanschlag SR A.A.E.A.L.2
Elisabeth Stanggassinger war dabei, als die Frauen von Maria 2.0 ihre Thesen an die Kirchentüren schlugen. (Foto: privat)

 

 

Wir hängen unsere Thesen für eine lebendige Kirche an Dom- und Kirchentüren. Mit diesem Thesenanschlag im gesamten Bundesgebiet weisen wir auf die eklatanten Missstände in der katholischen Kirche hin und untermauert damit unsere Forderungen nach Reformen hin zu einer zukunftsfähigen, geschwisterlichen und vielgestaltigen Kirche.
Bilder aus allen Ecken und Enden der Republik und weitere Informationen zu dieser Aktion finden sich hier.

 

 

An alle Menschen, die guten Willens sind!

1. #gerecht – gleiche Würde – gleiche Rechte
In unserer Kirche haben alle Menschen Zugang zu allen Ämtern. Denn Menschenrechte und Grundgesetz garantieren allen Menschen gleiche Rechte – nur die katholische Kirche ignoriert das. Mannsein begründet heute Sonderrechte in der Kirche.

2. #partizipativ – gemeinsame Verantwortung
In unserer Kirche haben alle teil am Sendungsauftrag; Macht wird geteilt. Denn der Klerikalismus ist heute eines der Grundprobleme der katholischen Kirche und fördert den Machtmissbrauch mit all seinen menschenunwürdigen Facetten.

3. #glaubwürdig – respektvoller Umgang und Transparenz
In unserer Kirche werden Taten sexualisierter Gewalt umfassend aufgeklärt und Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen. Ursachen werden konsequent bekämpft. Denn viel zu lange schon ist die katholische Kirche ein Tatort sexueller Gewalt. Kirchliche Machthaber halten immer noch Informationen zu solchen Gewaltverbrechen unter Verschluss und stehlen sich aus der Verantwortung.

4. #bunt – leben in gelingenden Beziehungen
Unsere Kirche zeigt eine wertschätzende Haltung und Anerkennung gegenüber selbstbestimmter achtsamer Sexualität und Partnerschaft. Denn die offiziell gelehrte Sexualmoral ist lebensfremd und diskriminierend. Sie orientiert sich nicht am christlichen Menschenbild und wird von der Mehrheit der Gläubigen nicht mehr ernst genommen.

5. #lebensnah – ohne Pflichtzölibat
In unserer Kirche ist die zölibatäre Lebensform keine Voraussetzung für die Ausübung eines Weiheamtes. Denn die Zölibatsverpflichtung hindert Menschen daran, ihrer Berufung
zu folgen. Wer diese Pflicht nicht einhalten kann, lebt oft hinter Scheinfassaden und wird in existentielle Krisen gestürzt.

6. #verantwortungsvoll – nachhaltiges Wirtschaften
Unsere Kirche wirtschaftet nach christlichen Prinzipien. Sie ist Verwalterin des ihr anvertrauten Vermögens; es gehört ihr nicht. Denn Prunk, dubiose Finanztransaktionen und persönliche Bereicherung kirchlicher Entscheidungsträger haben das Vertrauen in die Kirche tiefgreifend erschüttert und schwinden lassen.

7. #relevant – für Menschen, Gesellschaft und Umwelt.
Unser Auftrag ist die Botschaft Jesu Christi. Wir handeln danach und stellen uns dem gesellschaftlichen Diskurs. Denn die Kirchenleitung hat ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Sie schafft es nicht, sich überzeugend Gehör zu verschaffen und sich im Sinne des Evangeliums für eine gerechte Welt einzusetzen.
Thesen maria 2.0

Thesenanschlag latein


 

Screenshot 2021 02 26 PM Katholisches Laienbndnis appeliert an die deutschen Bischfe indd PM Katholisches Laienbndnis

Pressemitteilung

Katholisches Laienbündnis appelliert an die deutschen Bischöfe: „Verspielen Sie die letzte Chance nicht!

22. Februar 2021.
Anlässlich der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 23. bis 25. Februar 2021 richten katholische Frauenverbände, Betroffenengruppen und Reforminitiativen einen eindringlichen Appell an die deutschen Bischöfe. Das katholische Laienbündnis hält konstruktive Dialoge und Perspektiven, besonders hinsichtlich des Synodalen Weges, für dringend erforderlich: „Solange nicht eine ehrliche, offene und vollständige Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in allen deutschen Bistümern auf wissenschaftlich hohem Niveau und gleichem Standard erfolgt, werden die Reformbemühungen des Synodalen Weges ins Leere laufen.

Sexualisierte Gewalt
Das Bündnis fordert eine objektive, unabhängige und vollständige Aufarbeitung der Miss-brauchsfälle in der katholischen Kirche sowie eine strafrechtliche Verfolgung der Täter, eine kirchenrechtliche Ahndung der Vertuscher und die Aufklärung durch staatliche Stellen – wenn dies noch möglich ist: „Nehmen Sie die Betroffenen ernst – anstatt sich selbst als Opfer darzustellen! Sexualisierte Gewalt und das erfahrene Leid sind nicht wiedergutzumachen. Deshalb ist es das Mindeste, die Taten aufzuklären und aufzuarbeiten, die Verantwortlichen für mögliche Vertuschungen zu benennen und die Betroffenen angemessen zu entschädigen.“

Sexualmoral
„Die Kirche braucht einen neuen und positiven Zugang zur Sexualität, ihrer bewussten Gestaltung und der Tatsache, dass Sexualität zum Leben gehört. Heterosexuelle, Lesben, Schwule, trans- und intergeschlechtliche Menschen – alle gehören gleichwertig zu unserer Kirche. Es darf hier keine Verurteilungen und Diskriminierungen mehr geben.“

Gleichberechtigung
„Der Zugang zu allen Diensten und Ämtern darf nicht mehr nur Männern vorbehalten bleiben. Dies widerspricht dem christlichen Menschenbild und den Allgemeinen Menschenrechten. Allen Menschen muss endlich der Zugang gewährt werden. Es gibt keinen Grund, jemanden kategorisch auszuschließen. Berufung ist keine Frage des Geschlechts.“

Machtstrukturen
„Klerikale Machtstrukturen tragen immer die Gefahr des Machtmissbrauchs in sich; sie müssen endlich aufgebrochen und verändert werden. Kirche soll ein Ort für alle Menschen sein und nicht hierarchisches Machtkonstrukt weniger Einzelner. Synodale und partizipative Strukturen sind deshalb jetzt gefordert, bei denen sich viele einbringen können und gemeinsam Verantwortung übernehmen.“

Angesichts sehr unterschiedlicher Positionen innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz appelliert das Laienbündnis an die deutschen Bischöfe: „Wir – als großer Teil des Kirchen-volks – sind gemeinsam auf einer Linie. Die Zeit des Hinhaltens, des Vertuschens, der immer noch schleppenden Aufklärung sexualisierter Gewalt und der toxischen Machtstruk-turen muss endgültig vorbei sein.

Notwendig sind jetzt klare Worte und – vor allem – deutliche Taten, durch die die Kirche wieder glaubwürdig und positiv erlebt werden kann.“

In Anbetracht der steigenden Kirchenaustrittszahlen stellen die Akteur*innen abschließend die mahnende Frage an die Bischöfe: „Welche Zukunft hat die Kirche ohne Gläubige?“ Das Bündnis appelliert eindringlich: „Verspielen Sie die letzte Chance nicht!“

Informationen zu den beteiligten Akteuren und Download der Pressemitteilung


 

Köln ist überall


Während Bischöfe über Kirchenaustritte reden, machen Betroffene von sexuellem Missbrauch klar, dass sie die Täter nicht davonkommen lassen wollen. Doch in vielen Bistümern hakt es bei der Aufklärung.

ein Beitrag dazu in der Süddeutschen Zeitung


 

 

Internationaler Tag der Menschenrechte (10. Dezember)

Katholische Reformgruppen: „Für Menschenrechte und für Grundrechte auch in der Kirche!“

Pressemitteilung, 6. Dezember 2020

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte fordern römisch-katholische Reformgruppen erneut die Umsetzung der Menschenrechte auch innerhalb der römisch-katholischen Kirche ein.

Der absolute Ausschluss der Frauen von Weiheämtern, das Heiratsverbot für Priester sowie die Forderung der Enthaltsamkeit an homosexuelle Menschen widersprechen in eklatanter Weise den individuellen Menschenrechten wie auch dem biblisch geprägten Menschenbild.

Zur Unterstreichung dieser Rechte sollte der Vatikan endlich die Deklaration der Menschenrechte mittels eines offiziellen Dekretes übernehmen und sich für deren weltweite Umsetzung verstärkt einsetzen.

Auch wenn die Menschenrechte nach der Französischen Revolution ursprünglich gegen den Widerstand der Großkirchen durchgesetzt wurden, haben sie bezüglich Freiheit, Gleichheit und Solidarität durchaus auch christliche Wurzeln. Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist ganz explizit in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte genannt, die zunächst von Papst Johannes XXIII. und vom Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) anerkannt worden sind.

Charta für Grundrechte in der Kirche

Mit der Charta für Grundrechte in der Kirche des International Church Reform Networks (ICRN) werden alle Katholiken und Katholikinnen aufgerufen, die Einhaltung der Menschenrechte in allen kirchlichen Gemeinschaften auf allen Ebenen zu beachten. Dies gelte besonders für die Leiter der Kirche. Die Rechte müssten schriftlich festgehalten und bei unabhängigen Gerichten einklagbar sein.

Die auf der ICRN-Konferenz (icrn.info) 2018 in Bratislava beschlossene und 2019 in Warschau bekräftigte Charta für Grundrechte in der Kirche umfasst 15 konkrete Punkte wie die Gleichberechtigung aller Katholiken und Katholikinnen; die Meinungsfreiheit; das Recht auf und die Verpflichtung zur Teilnahme an der eucharistischen Gemeinschaft und Seelsorge; wirkliche Teilnahme und Teilhabe an Entscheidungen – auch in der Wahl ihrer Vorgesetzten; notwendige und gerechte Verfahren, wenn Anklagen vorliegen; den Schutz von Kindern und anderen Betroffenen.

Frauenwürde e.V.: Annegret Laakmann, Tel: 02364 5588
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Freckenhorster Kreis: Pfr. em. Ludger Funke, Tel.:  02508 9946917
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Gemeindeinitiative: Paul-G. Ulbrich, Tel: 08141 7842
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Maria 2.0: Andrea Voß-Frick
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Münchner Kreis: Ulrike Leininger, Tel: 089 6122369
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Ordensfrauen für Menschenwürde: Sr. Karolina Schweihofer, Tel: 0176 30124012
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Pfarrer-Initiative Deutschland: Pfr. i.R. Max Stetter, Tel: 0821 2436501
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Priester im Dialog: Dr. Edgar Büttner, Tel: 08061 36874
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Priester ohne Amt Österreich: Herbert Bartl, Tel: +43 69911827353.
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pro concilio: Birgit Kälberer, Tel: 0711 5053810
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Renate Spannig (ND-Christsein.heute): Tel: 0176 43125959
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Wir sind Kirche Deutschland: Magnus Lux, Tel: 0176 41707725
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Wir sind Kirche Österreich: Dr. Martha Heizer, Tel. +43 650 4168500
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Pressekontakt: Christian Weisner, Tel. 0172 5184082
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"Pflichtlektüre": So reagiert die Weltkirche auf "Fratelli tutti"


Unter den deutschen Bischöfen stieß die neue Sozialenzyklika "Fratelli tutti" von Papst Franziskus auf positive Stimmen. Doch das Schreiben hat internationale Bedeutung für 1,3 Milliarden Katholiken – und darüber hinaus. Auch die Bischöfe in anderen Ländern äußern sich.

Einen Überblick lesen sie hier beim Domradio


 

 

"Teile der Menschheit scheinen geopfert werden zu können"

Papst Franziskus sieht durch die Pandemie Fragen nach Menschenwürde und Gerechtigkeit verschärft. Er ruft zu neuer "Geschwisterlichkeit" auf - und wendet sich gegen Nationalismus sowie die Ausgrenzung von Flüchtlingen und Alten.

"Ein einsamer Papst spendet im Regen auf dem menschenleeren Petersplatz den Segen "Urbi et Orbi": Während des Corona-Lockdowns im März in Italien war dies ein wirkmächtiges Bild für die Einzigartigkeit der Krise. Nun hat Papst Franziskus einige Gedanken dieser Zeit in ein knapp 150-Seiten starkes Dokument gegossen: "Fratelli Tutti - Über die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft", die dritte Enzyklika seines Pontifikats."

schreibt Annette Zoch in der Süddeutschen Zeitung

https://www.sueddeutsche.de/politik/papst-franziskus-enzyklika-fratelli-tutti-corona-1.5053631



 

Enzyklika Fratelli Tutti


Im achten Jahr seines Pontifikates schreibt Papst Franziskus aus christlicher Sicht über eine globale Neuorientierung nach der Corona-Pandemie. Am 3. Oktober 2020 hat der Papst seine dritte Enzyklika in Assisi unterzeichnet, die der Vatikan am Tag darauf veröffentlichte:

Fratelli tutti – Über die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft.

Ein allgemeiner Überblick (Hintergrund und Intention)
Datei herunterladen

Eine Kurzfassung der Enzyklika
Datei herunterladen

Fragen und Antworten zur Enzyklika
Datei herunterladen

Die ganze Enzyklika


 

Näher, mein Gott, zu Dir!


Sinkende Mitgliederzahlen, Corona-Krise, Missbrauchsskandal. Die deutschen Bischöfe hatten bei ihrer Herbstvollversammlung "schwere Kost" auf den Beratungstellern liegen. Doch "die Stimmung unter uns Bischöfen ist gut", eröffnete Bischof Bätzing die Konferenz. Da traute DOMRADIO.DE Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen kaum seinen Ohren.

Ein bemerkenswerter Kommentar vom Domradio Köln:

https://www.domradio.de/video/naeher-mein-gott-zu-dir


 

„Die Weihe von Diakoninnen ist überfällig“

LilaStola Muenchen 01102016 3Kl

Gemeindeinitiative - Treffpunkt für mündige und kritische Christen
Münchner Kreis - Eine Initiative von in der Pastoral Tätigen in der Erzdiözese München
Wir sind Kirche im Erzbistum München und Freising
OrdensFrauenfürMenschenWürde

Pressemitteilung, München 25. September 2020  

Die ersten Zusammenkünfte des Synodalen Weges in Deutschland und zahlreiche Initiativen des Kirchenvolkes wie Maria 2.0 zeigen immer deutlicher, dass die Menschen die Verweigerung der Gleichberechtigung für Frauen in der römisch-katholischen Kirche nicht länger akzeptieren. Frauen halten weitestgehend das stark abnehmende Kirchenleben noch aufrecht.

Deswegen rufen die Münchner Reformgruppen Gemeindeinitiative.org, Münchner Kreis und die Diözesangruppe Wir sind Kirche Kardinal Reinhard Marx eindringlich dazu auf, sich innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz, bei den Beratungen des Synodalen Weges und vor allem in seinen verschiedenen Funktionen im Vatikan mit allen seinen Kräften für das Frauendiakonat einzusetzen und den jetzigen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz zu unterstützen, der das Frauendiakonat für sehr legitim hält und die Frage nach der Weihe von Frauen trotz des päpstlichen Diskussionsverbots von 1994 für weiterhin offen hält (> Interview mit Bischof Dr. Georg Bätzing).

Den neun Männern, die am 26. September 2020 im Münchner Liebfrauendom die Weihe empfangen, wünschen die Reformgruppen für ihren Dienst ein segensreiches Wirken und bitten sie gleichzeitig, sich für das Menschenrecht der Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche und für die Weihe von Diakoninnen einzusetzen. Diakoninnen gab es bereits in der frühen Kirche.

Auch auf der Pan-Amazonien-Synode 2019 im Vatikan wurde deutlich, dass die Frauenfrage weltweit ein entscheidendes Kriterium für die Zukunft der Kirche ist und endlich der Lösung bedarf.

P r e s s e k o n t a k t e

Elisabeth Stanggassinger (Gemeindeinitiative) Tel. 089 50034614, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Paul-G. Ulbrich (Gemeindeinitiative) Tel. 0157 88455612, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Marion Ringler (Münchner Kreis) Tel. 0157 30788323, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ulrike Leininger (Münchner Kreis) Tel. 089 6122369, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Maria-Anna Berg (Wir sind Kirche) Tel. 089 888008, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Christian Weisner (Wir sind Kirche) Tel. 0172 5185082, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sr. Karolina Schweihofer (OrdensFrauenfürMenschenWürde) Tel. 0176 30124012, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Sr. Susanne Schneider (OrdensfrauenfürMenschenWürde) Tel. 0151 20474773, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Renate Spannig (ND Christsein.Heute), 0176/43125959, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 * * *

Corona-bedingt wird es in diesem Jahr keine Aktionen vor dem Münchner Liebfrauendom geben.

> Lila-Stola Aktion 2016 für Frauendiakonat in München


 

Neuausrichtung

Synodaler Weg mit Regionenkonferenz in Ludwigshafen

Diskussion bei der Regionenkonferenz des Synodalen Weges im Heinrich Pesch Haus. (Foto: Klaus Landry (ZdK/dbk))

Mit einer Regionenkonferenz ist am 4. September in Ludwigshafen das katholische Reformprojekt Synodaler Weg fortgesetzt worden. Die rund 50 Teilnehmer aus den Bistümern Freiburg, Rottenburg, Speyer, Trier und Würzburg befassten sich zunächst mit den Folgen der Corona-Pandemie, die Chancen und Probleme der Kirche „wie in einem Brennglas“ sichtbar gemacht hätten. Vor Beginn der Konferenz hatten beim Heinrich Pesch Haus Mitglieder von Gruppen und Verbänden für die Rechte von Frauen in der Kirche demonstriert ...

Weiterlesen in der Kirchenzeitung "der Pilger" aus Speyer


 

 

Bischof Wilmer: Corona-Krise spaltet und fordert Kirchen heraus Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Gefahr?

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer sieht in der Corona-Krise eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung und eine extreme Herausforderung für die Kirchen. Sie müssten den von Angst geleiteten Menschen Hoffnung geben.

"Corona zu leugnen, ist für mich eine Form der Angst", sagte Bischof Heiner Wilmer der "Augsburger Allgemeinen" (Montag): "Und Angst kann uns steuern. Sie kann uns dazu treiben, Dinge zu tun, die am Ende inhuman sind." ...

Weiterlesen beim Domradio


 

Aufreger:
Instruktion von Kleruskonkregation zu Gemeinden


Im Juli 2020 kam es mal wieder zum großen Aufreger aus Rom durch die Kleruskongregation mit ihrer Instruktion "Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche". Veröffentlicht gleich in mehreren Sprachen.

Das Papier, unabgestimmt mit wichtigen Personen der Kirchenleitung und Bischöfen, dokumentiert am Anfang eine durchaus ansehnliche Situationsanalyse, reagiert darauf aber mit Mitteln aus der Vatikanischen Mottenkiste. Es wird versucht, unter dem Vorwand, die Evangelisierung, den Einsatz für Arme und eine Umkehr in den Gemeinden fördern zu wollen, vorkonziliare Priesterbilder und das hierarchisch klerikale Machtsystem zu zementieren und dabei die Mitwirkung von Laien in der Gemeindeleitung abzuwürgen. Auch für Frauen nur herkömmlich Verschrobenes. Keine Gleichberechtigung, keine Schritte in die Zukunft.

Katholisch und jesusorientiert ist das nicht! Denn dann hätte man das Ganze im Blick. Was bedeutet, die Vielfalt und Bandbreite des Kirchenvolkes zu beachten, mit seinen unterschiedlichen Notwendigkeiten und Bedürfnissen. Das aber führt zum Suchen von gemeinsamen Wegen, synodalen Prozessen, mit Ringen um das Weitergehen, regional unterschiedlich, jeweilige Kulturen respektierend, auf Augenhöhe unter den Gläubigen, Freiheit und Verantwortung gestaltend, reagierend auf die Zeichen der Zeit. Kein Einheitsrasenmäher zum Erhalt von Machtpositionen! Papst Franziskus stellt mit seiner Approbation der Instruktion sein häufiges Plädoyer für Synodalität als letztlich unglaubwürdig in Frage.
Dringend braucht diese Kirche einen ehrlichen Diskurs um notwendige Dienste für die Gemeinschaft, offen für Frauen und Männer, orientiert an Kompetenz und Charismen, zeitlich befristet, gewählt von denen, für die jemand verantwortlich sein soll, ohne unbiblische, Standesdünkel fördernde Weihen, aber mit öffentlicher Beauftragung, gern mit Handauflegung. Ebenso dringlich wäre eine neue Theologie, am Ursprung orientiert und befreit vom Muff der Jahrhunderte und von hochspekulativen Hirngespinsten. Ohne wirkliche Neuansätze wird es aus dem unseeligen bisherigen System mit seinen Auswirklungen bis hin zum Missbrauch keinen Ausweg geben.

Das Papier ruft mit Recht vielfache Empörung hervor, auch unter Bischöfen. Zu offensichtlich ist der Versuch, Experimente und Diskussionen um neue Entwicklungen und Strukturen platt zu machen oder kanalisieren zu wollen. Die einfältigen Kirchenschafe, die man gerne hätte, gibt es immer weniger. Dass die üblichen Verdächtigen die Instruktion befürworten, entlarvt sie einmal mehr in ihren Absichten.

Eine gute Zusammenstellung zu Text und Reaktionen darauf, haben die Freunde von Wir sind Kirche erarbeitet: https://www.wir-sind-kirche.de/?id=125&id_entry=8349
Besonders lesenswert ist die Stellungnahme von Magnus Lux: Die"Laien" haben in der katholischen Kirche nichts zu sagen.

Bemerkenswert ebenso die Reaktion von Bischof Feige/Magdeburg:
https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/brief-an-das-bistum-zur-instruktion.html


 

Die Gemeindeinitiative.org unterstützt die Initiative des BDKJ-Trudering zur Erneuerung der röm.-kath. Kirche

Wandlung muss sein  bdkj bogenhausen
Das Anliegen der jungen Engagierten:

Wir sind eine Gruppe junger Katholik*innen aus dem Dekanat München-Trudering, die ehrenamtlich in der kirchlichen Jugendarbeit tätig sind.

Uns beschäftigt die Frage, wie sich die Kirche verändern muss, um in der heutigen Zeit junge Menschen erreichen zu können.

Im Auftrag des BDKJ Trudering haben wir dazu eine Stellungnahme mit unseren Positionen und Forderungen erarbeitet.

Unser Motto lautet „Wandlung muss sein – Nicht nur im Gottesdienst“.

Wir sind der Meinung, dass sich viele Dinge ändern sollten, beispielsweise das katholische Familien- und Geschlechterbild oder die Sexualmoral.

Mit unserer Aktion wollen wir uns in den Dialog für eine zukunftsfähige Kirche einbringen, der durch den Synodalen Weg neue Aufmerksamkeit erhält.

Unter den folgenden Links finden Sie die Stellungnahme des BDKJ-Trudering und die Ergebnisse einer Umfrage, die bei knapp 100 Jugendleiter*innen durchgeführt wurde:

Jugendinitiative Stellungnahme
Jugendinitiative Umfrageergebnisse

Darüber hinaus finden Sie weitere Informationen auf der Website: https://wandlung-muss-sein.de/

Wir würden uns sehr freuen, von Ihnen zu hören und vielleicht auch Unterstützung zu erhalten!

Mit besten Grüßen

Jonas Böck und der AK „Wandlung muss sein“

________________________________________

Jonas Böck

Dekanatssprecher

BDKJ im Dekanat Trudering

Jagdfeldring 17

85540 Haar

Tel: 089/469601

Fax: 089/46012814

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

wandlung-muss-sein.de




 
   

„Für das Frauendiakonat und eine grundlegende Reform der Ämterstruktur“

Reformgruppen zum „Tag der Diakonin“ 2020 (29. April 2020)

Pressemitteilung München 24. April 2020

Zum „Tag der Diakonin“ fordern katholische Reformgruppen eine Neubesinnung auf die diakonische Grundfunktion der Kirche, die zu einer grundlegenden Reform der Ämterstruktur in der römisch-katholischen Kirche führen müsse. Eine zukunftsfähige Kirche kann es nur mit einem erneuerten Amtsverständnis geben, das am dienenden Christus orientiert ist und in dem auch Frauen durch die Weihe zum Dienst in der Kirche beauftragt werden. Die Zeit drängt! Wenn die Geschlechterapartheid in unserer Kirche nicht aufgegeben wird, versündigt sich die Kirchenleitung am Evangelium und an den Frauen, widerspricht den Menschenrechten und schadet massiv der Ökumene.

Jedes Jahr in der Osterzeit hören wir die Texte der Auferstehung mit der ersten Beauftragung einer Frau, Maria Magdalena, zur Verkündigung. Frauen haben die Hausgemeinden durch das diakonische Handeln verbunden, z.B. Tabitha in Joppe/heutiges Jaffa (Apg 9, 32-42) und Phoebe, Diakonin der Gemeinde von Kenchreä (Röm 16,1). Diakonisches Handeln ist die Antwort auf die Nöte der Zeit.

Gerade in der jetzigen Krisenzeit wird die bisherige Verweigerung der Weihe von Frauen zu Diakoninnen besonders schmerzhaft spürbar. Diakonischer Dienst bedeutet intensive Sorge und Seelsorge für die Menschen in der Verkündigung, in der Begleitung von Kranken und Sterbenden mit Spendung der Krankensalbung sowie in allen sozialen Arbeitsbereichen mit Alleinerziehenden, jungen Familien, Verarmten, psychisch Kranken, Nichtsesshaften, Migrant*innen, Asylbewerber*innen usw.

Diakonisches Amt für Frauen seit biblischer Zeit unbestritten

All diese Aufgaben, zu denen in einem erneuerten Amtsverständnis auch die Sakramentanspendung gehört, können und sollten von berufenen und geweihten Männern und Frauen gleichermaßen getan werden. Dafür gibt es das diakonische Amt, das schon seit biblischer Zeit unbestritten auch von Frauen ausgeführt wurde und über die Jahrhunderte bis heute ehrenamtlich ausgeübt wird. Dies haben wissenschaftliche Tagungen seit Jahren immer wieder aufgezeigt. Seit Einführung des Ständigen Diakonats für Männer nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) wird das Amt auch für Frauen dringend gefordert. > mehr

Die von Papst Franziskus im Jahr 2016 eingesetzte internationale Studienkommission zur Geschichte des Diakoninnenamtes wurde im Sommer 2019 allerdings ohne Veröffentlichung eines Ergebnisses beendet. Von der auf Anregung der Panamazonien-Synode in der Karwoche 2020 vom Papst neu eingerichteten Studienkommission zur Untersuchung des Frauendiakonats ist wenig zu erwarten, denn diese Kommission ist nicht paritätisch besetzt und hat weder Mitglieder aus Amazonien noch solche mit Fachkenntnissen auf diesem Gebiet.

Viele Frauen sind allerdings schon aus der Kirche ausgezogen oder haben sich in die innere Emigration und Resignation zurückgezogen. Mit dem Auszug besonders der jüngeren Frauen aus einer hierarchisch von Männern geleiteten Kirche geht viel geistgewirktes Potenzial der Frauen verloren. In der Folge fällt in den Familien die Verkündigung des Glaubens für die nächste Generation von Kindern aus.    

Pressekontakte Aktionsbündnis für Gleichberechtigung in der Kirche München:

Angelika Fromm (Wir sind Kirche Aktion „Lila Stola“) Tel: 01744873219, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!    
Ulrike Leininger (Münchner Kreis) Tel: 089/6122369, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!    
Elisabeth Stanggassinger (Gemeindeinitiative) Tel: 089/50034614, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!    
Dr. Edgar Büttner (Priester im Dialog) Tel: 0170-2928327, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!    
Christian Weisner (Wir sind Kirche) Tel: 0172‐5184082, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   
Gabriele von Karais (Maria 2.0 Kassel) Tel: 0561 / 8705 7775, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 

Zum nachsynodalen Schreiben von Papst Franziskus

Beharrlichkeit ist gefragt

Edgar Büttner ist verheiratet und Priester. Was sagt er zu
dem Papstschreiben ’Querida Amazonia’?

 


München – Im deutschsprachigen Raum gibt es ca. 2000 verheiratete Priester. In der Erzdiözese München-Freising leben 400 davon. Ich bin einer von ihnen.
Was bringt uns das Schreiben ’Querida Amazonia’?
Franziskus hat die sozial-ökologische Enzyklika Laudato Si‘ mit der Amazonassynode konkretisiert. Das geschah zu einem Zeitpunkt, an dem die Wälder am Amazonas brannten. Die indigenen Völker haben in ihm einen glaubwürdigen Anwalt gefunden und danken ihm dafür. Wir auch. Zölibatsprobleme sind demgegenüber objektiv zweitrangig.

Dennoch muss und wird die Diskussion weitergehen.
Priester-im-Dialog, ein Netzwerk verheirateter Priester von München und Würzburg, die zweimal jährlich, ganztägig, von den Generalvikaren bzw. den Personalchefs zu Gesprächen eingeladen werden, wollen weiter für ihre Rechte und für personae probatae kämpfen.

Zölibatsfrage bleibt unbeantwortet
Das Wort „Zölibat“ kommt im Schreiben des Papstes nicht vor. Wenn man bedenkt wie überschwänglich “die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen“ von den Vorgängern gefeiert wurde, ist es ein Fortschritt, dass das Zölibat hier nicht gefeiert, ja nicht einmal erwähnt wird. Zum wiederholten Mal lässt Franziskus diese Frage offen.
Gemessen an den Erwartungen ist das wenig. Gemessen an Befürwortern des Pflichtzölibats, darunter amtierende deutsche Kardinäle ist das zumindest ein Zeichen. Jetzt ist die große Mehrheit der schweigenden Funktionäre und Amtsträger gefordert – nicht nur auf der Synode.

Zölibat – was ist das?
“Zölibat” bezeichnet die aus religiösen Gründen gewählte Ehelosigkeit. Der aus dem Lateinischen stammende Begriff umschreibt die Verpflichtung der katholischen Priester und Ordensleute zur Ehelosigkeit und einem Leben in Keuschheit. Begründet wird der Zölibat mit dem Hinweis darauf, dass
sich ein geweihter Geistlicher radikal dem Dienst an Gott und den Menschen verpflichtet. Daneben gibt es praktische Begründungen. (kna)

Jetzt sind wir als deutschsprachige Kirche gefragt. Wenn der Synodale Weg in der weltweit angesehenen deutschen Kirche genau in dieselbe Kerbe schlägt wie die Amazonier und wohl bald auch die Australier, wird das Folgen haben. Einmal ist keinmal. Jetzt ist Beharrlichkeit gefragt. Die Christen der Südhalbkugel sind nicht dazu da, unsere pastoralen Probleme zu lösen. Es sollte nachdenklich stimmen, dass Erwin Kräutler, der Amazonas-Bischof, nicht unzufrieden mit dem Ergebnis ist.
Roma locuta, causa non est finita!

Es gilt, den Klerikalismus und ein sakral-überhöhtes Priesteramt aufzulösen und die Priester zu stärken, die den Menschen nahe sind, weltoffen, geerdet, berührbar. Priester, die auch intellektuell aufgeschlossen in der Welt stehen. Eben wie wir!
In den letzten Jahrzehnten wurden nicht selten die falschen Leute geweiht (beileibe nicht alle), die in den Gemeinden reihenweise scheiterten. Mit der Auswahl an Kandidaten sollte es beginnen, so der Papst. Der ‚Import’ ausländischer Priester sollte reduziert werden, nicht zuletzt, weil sie in ihren Heimatländern fehlen.

Worauf warten wir noch?
Wir verheirateten Priester, die an der Peripherie anonym als „Arbeiterpriester” in profanen Berufen tätig sind, werden in den kommenden zwei Jahren weiter auf Rehabilitation und faire, gerechte Behandlung durch die Kirchenleitungen drängen. Das könnte sofort geschehen, auch ohne Rom. Franziskus weist in einer Fußnote auf das Kirchenrecht hin: Der Bischof kann wegen Priestermangels »einen Diakon oder eine andere Person, die nicht die Priesterweihe empfangen hat, oder eine Gemeinschaft von Personen an der Wahrnehmung der Seelsorgeaufgaben einer Pfarrei beteiligen.“ Wir verheirateten Priester sind geweiht und viele von uns sind bereit dazu.
Worauf warten wir noch? (Dr. Edgar Büttner)

Zum Autor: Edgar Büttner ist katholischer Priester und lebt in Bad Aibling. 1978 wurde der Kitzinger im Würzburger Dom geweiht. Einige Jahre später lernte er eine Frau kennen und heiratete. 2007 gründete er die Initiative “Priester im Dialog”. Die Ehemaligen-Gruppe trifft sich regelmäßig in Würzburg und seit 2016 auch in München. Auch Generalvikare oder andere Bistumsvertreter nehmen daran teil. Beim Synodalen Weg ist der Theologe und Organisationsberater von „Wir sind Kirche“ im Forum “Priesterliche Lebensform” vertreten.


 

Wartet nicht auf die Regelschreiber und Recht- Besitzer


"Wartet nicht auf die Regelschreiber und Recht- Besitzer. Wir brauchen weder männlichen noch weiblichen Klerikalismus. Und weder einen von oben noch von unten."

"Was das Priesterbild angeht, sein Frauenbild, seine Sicht auf den Zölibat, erzählt Papst Franziskus nichts Neues. Es scheint ihn auch nicht sonderlich zu interessieren. Mag sein, weil er genau weiß, dass die Wirklichkeit die katholischen Regeln schon lange ignoriert"

Lesen sie den ganzen Gastkommentar  zum Papstschreiben "Querida Amazonia" von Lisa Kötter beim domradio

Zur Autorin: Die Künstlerin Lisa Kötter aus Münster hat das Symbolbild der Maria 2.0-Bewegung gemalt und ist eine der Sprecherinnen von Maria 2.0


 

Marx: Papstschreiben beendet nicht Debatte über Kirchenreformen

Das Schreiben von Papst Franziskus zur Amazonas-Synode sorgt in Deutschland bei Befürwortern von Kirchenreformen überwiegend für Enttäuschung. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sieht die Debatten über Reformen allerdings nicht als beendet an. Er mahnte eine genaue Lektüre des rund 50-seitigen Papiers mit dem Titel "Querida Amazonia" ("Geliebtes Amazonien") an, das der Vatikan am Mittwoch veröffentlichte.

Lesen sie den ganzen Bericht bei katholisch.de





Kommentar: Die Tür war geöffnet - der Papst blieb draußen

Nach dem Votum der Amazonas-Synode für verheiratete Männer als Priester war der Weg bereitet. Doch eine Reform der Kirche scheint der Papst weder beim Zölibat noch bei der Rolle der Frauen zu wollen.
Eine vertane Chance, meint Tilmann Kleinjung.

Die Tür stand sperrangelweit offen. Papst Franziskus hätte nur durchgehen müssen. Im Herbst hat die Amazonas-Synode mit Zwei-Drittel-Mehrheit eine vorsichtige Öffnung des Priesteramtes auch für verheiratete Männer vorgeschlagen.

Keine Revolution. Eine Ausnahmeregelung für die Amazonas-Region, in der der Priestermangel noch größer ist als in Europa.

Lesen sie beim bayerischen Rundfunk den ganzen Kommentar

Keine Revolution, noch nicht einmal eine Reform

Ein Frauenbild von vorgestern

Regenwald retten - ja, Reform bei der Rolle der Frau - nein

Papst verharrt in Vergangenheit