Eine mutige Familiensynode hatte sich Papst Franziskus gewünscht. Doch allzu weit wollten sich die Bischöfe nicht aus dem Fenster lehnen. Synodenväter mit «apostolischem Mut» hatte sich Papst Franziskus zu Beginn der Familien-Synode im Vatikan gewünscht. Der Glaube der Kirche sei kein Museum, sondern eine lebendige Quelle, erläuterte der Pontifex.

den Kommentar von Stefan Reis Schweizer lesen sie hier in der Neuen Zürcher Zeitung

  • Drei Wochen dauerte die Familiensynode in Rom. Heute ist sie mit einer Abschlusserklärung der 270 Bischöfe zu Ende gegangen.
  • Beim Thema Homosexualität sind die Unterschiede so groß, dass eine gemeinsame Position nicht möglich ist.
  • Die Bedeutung der Ehe wird theologisch sogar noch aufgewertet. Die Rolle der Seelsorge wird gestärkt.
  • Das Papier ist ein realistisches Bild der Machtverhältnisse in der katholischen Kirche: Der Papst mag Bewegung wünschen - ein guter Teil der Bischöfe wünscht sie nicht so sehr.
den ganzen Berich von Matthias Drobinski, Rom, lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung
  • Am Samstagnachmittag geht die Familiensynode in Rom mit einer Abschlusserklärung der 270 Bischöfe zu Ende;
    drei Wochen dauerten die kontrovers geführten Debatten.
  • Wie soll die Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen umgehen? Wie mit Homosexuellen und nicht-getrauten Paaren? Verbindliche Aussagen dazu dürften eher nicht zu erwarten sein.
  • Viele hoffen jetzt auf klare Worte von Papst Franziskus selbst.
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In diesen Tagen, da in Rom die Familiensynode sich dem Showdown nähert, erregt die kleine deutsche Sprachgruppe Erstaunen.

Wie schaffen die das? Da sitzen die Kardinäle Walter Kasper und Gerhard Ludwig Müller nebeneinander, der Exponent der Veränderer und der Vertreter der Bewahrer. Und dann beschließt diese Gruppe einstimmig einen Text, der wegweisend für das Abschlussdokument sein könnte, mit einer vorsichtig formulierten Einzelfall-Lösung für Katholiken in zweiter Ehe und mit einem bemerkenswerten Schuldbekenntnis: Oft habe die Seelsorge durch "harte und unbarmherzige Haltungen" Leid über Menschen gebracht, über "ledige Mütter und unehelich geborene Kinder, Menschen in vorehelichen und nichtehelichen Lebensgemeinschaften, homosexuell orientierte Menschen und Geschiedene und Wiederverheiratete".

Das ganze Profil des  Wiener Kardinals Christoph Schönborn lesen sie hier in der Süddeutschen

ein Beitrag von Matthias Drobinski

 

Bei Familiensynode fehlten vor allem Familien

Der in Beirut residierende syrisch-katholische Patriarch von Antiochien, Ignatius Joseph III. Younan, hat eine unzureichende Beteiligung von Familien an der gegenwärtig im Vatikan tagenden Bischofssynode über Ehe und Familie kritisiert. Es handle sich um eine „Synode für Bischöfe mit weiteren eingeladenen Zuhörern, aber das reicht nicht aus“, sagte der Patriarch am Donnerstag in einem Interview.

Die ganze Zusammenfassung des Interviews lesen sie hier bei Radio Vatikan

Bischöfe, seid barmherzig!

Bei der Familiensynode in Rom läuft vieles anders als bisher. Entscheidend wird allerdings sein, ob es den Bischöfen gelingt, die Fixierung auf die Sünde zu überwinden.

Kontroversen an Familiensynode erwartet

Richtungsstreit im Vatikan

Die Ansichten zu Ehe und Sexualität gehen auch unter Kardinälen und Bischöfen weit auseinander. Die Erwartungen an die kommende Familiensynode sind hoch, doch Reformen sind zunächst unwahrscheinlich

Den ganzen Kommentar von Stefan Reis Schweizer lesen sie hier in der neuen Zürcher Zeitung

Es soll bleiben, wie es ist: Zahlreiche Bischöfe sprechen sich auf der Familiensynode gegen Änderungen in der Seelsorge aus. Es scheint noch nicht einmal sicher, ob es ein Abschlussdokument gibt.

Den ganzen Artikel von Matthias Drobinski lesen sie hier in der Süddeutschen

Beim Thema Ehe und Familie, über das sich gerade in Rom viele ältere Singles die Köpfe zerbrechen, hätte die katholische Kirche einiges zu sagen. Das geht bei der Heiligen Familie los: Maria ist schwanger, aber nicht von ihrem Verlobten. Josef steht trotzdem zu ihr; er flieht mit Frau und Kind vor den Mördern des Königs Herodes nach Ägypten.

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Papst Franziskus will die katholische Kirche weiter reformieren. Er wünscht, dass die Bischöfe der Welt und die Gläubigen stärker als bisher in der Kirche mitbestimmen. Dies bedeute auch eine "Bekehrung des Papsttums". Der Papst "steht nicht einsam über der Kirche, sondern in ihr, als Getaufter unter Getauften und als Bischof unter Bischöfen", sagte Franziskus anlässlich einer Feier zum 50-jährigen Bestehen der Bischofssynoden, die Papst Paul VI. 1965 als Beratungsgremium eingeführt hatte.

Den ganzen Bericht von Matthias Drobinski lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung

So viele Länder, so viele Meinungen: Die Synode in Rom zeigt, wie schwierig es ist, sich auf neue weltweite Regeln zu einigen. Am Ende könnte ein Kompromiss stehen, den deutsche Bischöfe vorbereitet haben.

den ganzen Artikel von Matthias Drobinski lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung

Wer den Ton angibt

Im Vatikan ist es derzeit ähnlich wie in politischen Parteien. Es bilden sich Fraktionen, die einen Mittelweg suchen.

Wölfe gegen Lämmer? Traditionalisten gegen Reformer? Franziskus-Anhänger gegen Papst-Kritiker? Die Grenzen bei der Synode in Rom sind mitunter unscharf. Klar aber ist, dass es Lager mit prominenten Köpfen gibt in dieser Synode.

den ganzen Bericht von Oliver Meiler lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung

Eine Kindergruppe hat Spaß am Spiel mit dem Glauben, stellt Fragen zu den Weltreligionen und setzt die Antworten gleich in witzige Szenen um. Das Buch fördert das Wissen über fremde Kulturen.

den ganzen Artikel von Matthias Drobinski lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung
Bei der Familiensynode verlieren mittlerweile auch die beteiligten Bischöfe den Überblick.
Die Konservativen fühlen sich benachteiligt, den Reformern fällt kaum mehr ein, als auf den Papst zu hoffen.

Bei der Familiensynode in Rom prallen auch zwei Lager aufeinander: Das der Reformer, die sich bei heiklen Themen eine Öffnung wünschen, und das der Konservativen. Beide Seiten beanspruchen für sich, dass Papst Franziskus ihre Anliegen unterstütze. Und tatsächlich lassen die bisherigen Aussagen des Argentiniers zu heiklen Themen wie dem Umgang mit Homosexuellen und Wiederverheirateten viel Interpretationsspielraum. Eine Übersicht:

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  • Papst Franziskus bittet auf dem Petersplatz um Vergebung für die Skandale im Vatikan.
  • Bei der Syndode über das Ehe, Familie und Kirche, die derzeit in Rom stattfindet, gibt es schwierige Diskussionen zwischen konservativen und fortschrittlichen Kräften.
 Bei der Generalaudienz gibt es jetzt mal wieder den typischen Franziskus: Der Papst bittet um Vergebung für die Skandale, "die sich in der letzten Zeit in Rom und im Vatikan ereignet haben".

Den ganzen Bericht von Matthias Drobinski, Rom, lesen sie hier bei der Süddeutschen Zeitung

 

Synodenblog

Tag 8: Holzhammer und Florett

Abtpräses Jeremias Schröder berichtet von der Familiensynode

Vatikanstadt - 12.10.2015

In der westlichen Welt wird am Samstag wenig bis gar nicht gearbeitet. Ganz anders aber in diesem kleinen Staat im Süden Europas: die Synodenväter treten wie immer um 9 Uhr an und werden um 19 Uhr wieder entlassen. Einziges Zugeständnis ist eine 10-minütige Pause am Nachmittag. "Aber ohne Kaffee", wie uns der Generalsekretär mitteilt, dem dafür freundliches Hohngelächter entgegenschlägt.

den Blog von Abtpräses Jeremias Schröder finden sie hier

 

Die Bistümer Passau, Regensburg und Eichstätt werden nun doch das neue, liberalere Arbeitsrecht der katholischen Kirche übernehmen. Wegen inhaltlicher Bedenken hatten die Bistümer das zum 1. August gelockerte Recht zunächst abgelehnt - im Gegensatz zu den übrigen 24 Diözesen in Deutschland.

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Unklarer Umgang mit Abschlussdokument

Seit etwa zehn Tagen berät die Familiensynode in Rom zu Themen rund um Ehe und Familie. Damit ist die Hälfte der dreiwöchigen Synode bereits um. Streitthemen kamen bislang jedoch kaum zur Sprache.

den ganzen Bericht lesen sie beim Domradio

Die Veröffentlichung eines Beschwerdebriefs von 13 Kardinälen an Papst Franziskus sorgt für Wirbel im Vatikan.
Mehrere Kardinäle reagierten empört auf die Veröffentlichung des Schreibens.

Andere dementierten, den Brief unterzeichnet zu haben, wie das italienische Magazin “L’Espresso” am Montag berichtet.
“Es ist skandalös, dass ein Privatbrief an den Pontifex veröffentlicht wird."

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