Bei der Familiensynode in Rom prallen auch zwei Lager aufeinander: Das der Reformer, die sich bei heiklen Themen eine Öffnung wünschen, und das der Konservativen. Beide Seiten beanspruchen für sich, dass Papst Franziskus ihre Anliegen unterstütze. Und tatsächlich lassen die bisherigen Aussagen des Argentiniers zu heiklen Themen wie dem Umgang mit Homosexuellen und Wiederverheirateten viel Interpretationsspielraum. Eine Übersicht:

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  • Papst Franziskus bittet auf dem Petersplatz um Vergebung für die Skandale im Vatikan.
  • Bei der Syndode über das Ehe, Familie und Kirche, die derzeit in Rom stattfindet, gibt es schwierige Diskussionen zwischen konservativen und fortschrittlichen Kräften.
 Bei der Generalaudienz gibt es jetzt mal wieder den typischen Franziskus: Der Papst bittet um Vergebung für die Skandale, "die sich in der letzten Zeit in Rom und im Vatikan ereignet haben".

Den ganzen Bericht von Matthias Drobinski, Rom, lesen sie hier bei der Süddeutschen Zeitung

 

Synodenblog

Tag 8: Holzhammer und Florett

Abtpräses Jeremias Schröder berichtet von der Familiensynode

Vatikanstadt - 12.10.2015

In der westlichen Welt wird am Samstag wenig bis gar nicht gearbeitet. Ganz anders aber in diesem kleinen Staat im Süden Europas: die Synodenväter treten wie immer um 9 Uhr an und werden um 19 Uhr wieder entlassen. Einziges Zugeständnis ist eine 10-minütige Pause am Nachmittag. "Aber ohne Kaffee", wie uns der Generalsekretär mitteilt, dem dafür freundliches Hohngelächter entgegenschlägt.

den Blog von Abtpräses Jeremias Schröder finden sie hier

 

Die Bistümer Passau, Regensburg und Eichstätt werden nun doch das neue, liberalere Arbeitsrecht der katholischen Kirche übernehmen. Wegen inhaltlicher Bedenken hatten die Bistümer das zum 1. August gelockerte Recht zunächst abgelehnt - im Gegensatz zu den übrigen 24 Diözesen in Deutschland.

Alles lesen bei der Süddeutschen Zeitung

Unklarer Umgang mit Abschlussdokument

Seit etwa zehn Tagen berät die Familiensynode in Rom zu Themen rund um Ehe und Familie. Damit ist die Hälfte der dreiwöchigen Synode bereits um. Streitthemen kamen bislang jedoch kaum zur Sprache.

den ganzen Bericht lesen sie beim Domradio

Die Veröffentlichung eines Beschwerdebriefs von 13 Kardinälen an Papst Franziskus sorgt für Wirbel im Vatikan.
Mehrere Kardinäle reagierten empört auf die Veröffentlichung des Schreibens.

Andere dementierten, den Brief unterzeichnet zu haben, wie das italienische Magazin “L’Espresso” am Montag berichtet.
“Es ist skandalös, dass ein Privatbrief an den Pontifex veröffentlicht wird."

Weiterlesen bei Vol.at

Seit fünf Jahren reden Ordinariat und katholische Laien im Erzbistum über Reformen. Passiert ist bis jetzt fast nichts

Liebe Leser, das Folgende wird Ihnen womöglich bekannt vorkommen, aber es geht nicht anders, denn eben das ist das Problem: Es gibt kaum Neues. Seit 2010 plant das katholische Erzbistum München und Freising einen geistigen Aufbruch. 126 Priester und Laien haben drei Jahre lang in einem "Zukunftsforum" 61 Vorschläge erarbeitet, wie etwa Ehrenamtliche besser unterstützt werden können (nämlich mit einer Ehrenamtsakadamie). Oder wie sich Pfarrer angemessen um die Gläubigen kümmern können, während sie immer mehr Gemeinden betreuen müssen (nämlich unter anderem durch bessere Zusammenarbeit mit Laien). Ebenfalls seit 2010 aber lässt dieser Aufbruch nun schon auf sich warten.

Den ganzen Artikel von Jakob Wetzel lesen sie hier bei der Süddeutschen Zeitung

Gibt es eine liberale Verschwörung? Bischöfe, die mehr Einfluss der Ortskirchen wollen, trafen sich in den 90ern in der Schweiz. Jetzt könnten sich ihre Pläne erfüllen.
 

7. Oktober 2015, 21:49 Uhr

Kaum etwas beschreibt die Spannung zwischen katholischer Kirche und dem Rest der Welt so anschaulich wie die Szenerie dieses Wochenendes in Rom. Hier der Petersdom mit seiner Pracht, dort ein filmbekanntes Restaurant; hier der feierliche Gottesdienst des Papstes mit Hunderten Bischöfen, Erzbischöfen und Kardinälen - und dort Krzysztof Charamsa, der polnische Priester aus der Glaubenskongregation, der mit seinem Freund vor die Presse tritt und sich als schwul outet.

den ganzen Artikel von Matthias Drobinski lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung

Familien-Synode in Rom

Endlich Mut zur Veränderung im Geiste des Konzils!

Für eine erneuerte und menschennahe Kirche!

Aufruf der vier Reformgruppen Gemeindeinitiative.org, Münchner Kreis, Konzil und Synode und Kirchenvolksbewegung Wir sind Kirche in der Erzdiözese München und Freising an die Teilnehmenden der Familien-Synode und das Kirchenvolk

Pressemitteilung München, 01.10.2015

Wenige Tage vor Beginn der mit Spannung erwarteten Familien-Synode in Rom wenden sich vier bayerische Reformgruppen mit einem Aufruf an die Synodenteilnehmer, aber auch an das Kirchenvolk und rufen auf zu mutigen Veränderungen in der Kirche

Durch die Umfragen im Vorfeld der Bischofssynode liegen alle brennenden Fragen auf dem Tisch und die Diskrepanzen zwischen kirchlicher Lehre und dem Leben der Menschen sind offensichtlich. "Nun erwarten die Menschen weiterführende Entscheidungen von den Synodenteilnehmenden." Kirchenvolk und Synodenteilnehmer sind in den notwendigen Reformprozessen aufgefordert zu "ergebnisoffenem Dialog ohne fundamentalistische Verhärtungen und Gesprächsverweigerung". Ein engagierter Papst braucht breite Solidarität und aktives Mitwirken des gesamten Kirchenvolks in den Gemeinden vor Ort, um die weltweite Erneuerung der katholischen Kirche voran zu bringen.

"Nutzt die Chance dieser Synode! Erkennt Eure Verantwortung, ein Signal zu setzen! Streitet für eine neue Akzeptanz der Kirche bei den Menschen und für Menschennähe!" heißt es weiter. Konkrete Ergebnisse werden erwartet für einen neuen Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten, eine grundsätzliche Neubewertung von Sexualität und der damit verbundenen Aspekte sowie die Akzeptanz von homosexuell Veranlagten, denen der Segen für Ihre Partnerschaften nicht länger verwehrt werden dürfe. Erhofft werden ethische Orientierungslinien, die unterschiedlichen Situationen und Bedürfnissen in den Weltregionen Spielräume lassen und den Regionen Entscheidungskompetenz zutrauen.

Der Aufruf endet: " Frauen und Männer im Volk Gottes: Sucht den Dialog und das konstruktive Ringen mit Verantwortlichen und besteht auf Eurer Mitentscheidung."

Der Wortlaut des Aufrufs findet sich unter
http://gemeindeinitiative.org/images/briefe/Aufruf_zur_Famsynode_GI_KuS_MK_WsKi_092015.pdf

Pressekontakte

Gemeindeinitiative:

Paul-G. Ulbrich, Tel. 0157 88455612, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Willi Genal, Tel. 0151 15004893, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Konzil und Synode: Dr.Hubert Brosseder, Tel. 089-61501027

Münchner Kreis: Stefan Schori, Tel. 089-82920677, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir sind Kirche:

Christian Weisner, Tel. 0172-5184082, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dr. Edgar Büttner, Tel. 08061-36874, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Abt Jeremias Schröder, Abtpräses der Benediktinerkongregation von St. Ottilien im Kreis Landsberg am Lech, ist einer von vier Teilnehmern aus Deutschland, die im Oktober in Rom über den Kurs der Kirche mitentscheiden. Er hofft, dass Chancen wahrgenommen werden. Neben Schröder gibt es drei weitere stimmberechtigte Synodenteilnehmer aus Deutschland – Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, Bischof Franz-Josef Bode und Erzbischof Heiner Koch.

Das ganze Interview lesen sie hier in der Mainpost

Redet die Kirche nur von Barmherzigkeit? Konservative und Reformer beim Eröffnungsgottesdienst der Bischofskonferenz.

Vor der Familiensynode streiten sich die Bischöfe über wiederverheiratete Geschiedene. Die einen trommeln laut, die anderen bleiben eher defensiv. Doch da wären noch die Deutschen in Rom.

den ganzen Artikel von Matthias Drobinski, Fulda, lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung

Die Kirchen engagieren sich über die Caritas, die Diakonie und ihre Gemeinden stark für die Flüchtlinge. Doch die Wanderungsbewegungen nach Deutschland werden auch die religiöse Landschaft der Republik verändern.

den ganzen Artikel von Matthias Drobinski lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung

Die andere Realität

Großer Empfang: Im Oktober lädt Papst Franziskus 400 Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe, Kleriker, Ordensleute und Laien zur Synode ein.

Ein deutsches Paar soll auf der Synode in Rom vor Bischöfen über Ehe und Familie reden.

Wie Papst Franziskus ausgerechnet auf sie gekommen ist? "Darüber will ich noch nicht mal spekulieren", sagt Aloys Buch. Wie auch immer: Petra Buch und ihr Mann Aloys, seit 40 Jahren verheiratet, drei Kinder und fünf Enkelkinder, stehen auf der Teilnehmerliste der Bischofssynode, die vom 4. bis zum 25. Oktober in Rom zum Thema Ehe, Familie und Sexualität stattfinden wird; die Liste hat nun der Vatikan veröffentlicht.

den ganzen Artikel von Matthias Drobinski lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung

Cover zum Buch: Franziskus unter Woelfen

Marco Politi: Franziskus unter Wölfen. Der Papst und seine Feinde
Lesung und Gespräch mit dem langjährigen Vatikankenner
Donnerstag, 10. September 2015
Ort: Aula der Hochschule für Philosophie
Veranstaltung von Wir sind Kirche im Erzbistum München und Freising, Konzil und Synode, Münchner Kreis, Gemeindeinitiative und  anderen

Die KirchenVolksbewegung Wir sind Kirche hat zusammen mit der Münchner Priesterinitiative, der Gemeinde-Initiative sowie „Konzil und Synode“, den Vaticanisti Marco Politi auf der Lesereise zu seinem neuen Buch „Franziskus unter Wölfen“ nach München geholt. Die Veranstaltung am Donnerstag, 10. September 2015, um 19 Uhr in der Aula der Hochschule für Philosophie, der „Jesuitenhochschule“ war mit 150 Teilnehmer-innen sehr gut besucht. Auch die Medien waren stark vertreten.

Politi hat die Päpste Wojtyla und Ratzinger in mehr als 80 Reisen um die Welt begleitet. Sein Interview mit Kardinal Joseph Ratzinger im November 2004, das den deutschen Kardinal als geheimen Papstkandidaten zeigte, fand international Widerhall. Das Buch „Benedikt-Krise eines Pontifikats” erschien in Deutschland im Jahr 2012. Februar 2013 erklärte Benedikt XVI. seinen Rücktritt. Keineswegs aus Altergründen, wie Politi betonte. Der Papst merkte selbst, dass er als oberster Krisenmanagers des weltweit größten Global Prayers gescheitert war. Der bayerische Dogmatikprofessor hätte niemals Bischof oder Papst einer Weltkirche werden dürfen.

Die Zuhörer wurden nicht enttäuscht. Politi klärte kenntnis- und faktenreich über die inner- und außer-kirchlichen Gegner und Feinde des gegenwärtigen Pontifex auf. Unter ihnen finden sich auch Kardinäle, etwa der US-Amerikaner Burke und die Deutschen Müller und Brandmüller. Die hochrangigen Traditiona-listen geben sich nach außen besorgt. Sie wollen angeblich nur, dass der Papst keine Fehler begeht. In Wirklichkeit warten sie ab und hoffen auf das Scheitern des Reformers Franziskus nach dem Motto: „Die Päpste kommen und gehen, die Kurie bleibt.“ Müller will dem Papst Nachhilfeunterricht in Dogmatik erteilen, ihn „theologisch strukturieren“.

Politi zog Vergleiche mit Johannes XXIII. Er hält die Reformen für unumkehrbar, wenn es im kommenden Jahr gelingt, die Kurien zu dezentralisieren und in einen Dienstleister zu verwandeln. Die Chancen dafür stehen nicht so schlecht. Franziskus geht in kleinen Schritten vor. Er denkt und handelt prozesshaft. Als Jesuit hat er die offene Diskussion gelernt. Er geht ein kalkulierbares Risiko ein. Die Bischöfe sind unter den Vorgängern auf strikten Gehorsam und einlinige Treue gegenüber „Rom“ mit sakralen Eiden in den Punkten Sexuallehre und theologischer Pluralismus eingeschworen worden. Die meisten Diözesankurien vermeiden es im Vorfeld der Bischofssynode neue Positionen zu beziehen und den Papst mitsamt den Reformkräften kämpferisch zu unterstützen. Damit überlassen sie das öffentliche Spielfeld den reaktionären Kräften. Männer wie Kardinal Döpfner, die eine Bischofskonferenz hinter sich brachten und offensiv aufstellten, um die Pillenenzyklika zu entschärfen, gibt es im deutschen Episkopat derzeit nicht. Dabei wäre gerade jetzt Führung nötig.

Alle igeln sich ein oder ziehen sich auf schwammige Sprüche zurück, wie etwa der Ratzingerianer Reinhard Marx, den Politi der unverbindlichen Mitte zuordnet. Erst wenn sich eine klare Linie abzeichnet, werden die Opportunisten auf den Zug der Reformer aufspringen. Das ist Vor- und Nachteil zentralistischer Systeme mit passgenauen autoritären Charakteren. (Aus Sicht eines Organi-sationsberaters: Der Beraterspruch, von R. Marx aufgegriffen, „Treppen werden von oben gekehrt“, zeigt die passiv-leidenschaftslose Haltung der Diözesankurien und der Bischofskonferenz. Tatsächlich bewältigen erfolgreiche Organisationen den Wandel „bottom up“ und „top down“.)

Die Reformer-innen, besonders in Deutschland, das immer theologische Entwicklungen vorwegnimmt, dürfen nicht nur zuschauen, sondern müssen „Wirbel machen“. Reformen sind keine Selbstläufer. Politi zeigte auch die Grenzen Franziskus‘ auf. So wird es beim Frauenpriestertum keine Fortschritte geben. Bestimmte Dikasterien (= Ministerien) könnten aber von Frauen bzw. Ehepaaren geleitet werden.

Auch das Zölibatsgesetz könnte infrage gestellt werden. Bischof Kräutler, der unter Personenschutz stehende österreichstämmige brasilianische Bischof leitet eine Kommission, die verheiratete indigene Gemeindeleiter mit der Feier der Eucharistie für ihre jeweilige Gemeinde beauftragen will. Der Papst selbst hatte dazu aufgefordert, mutige und weitreichende Vorschläge zu machen, um den Priestermangel nicht nur mit Gebet und aufgeben der Peripherie - Gemeinden ohne regelmäßige Eucharistiefeier nicht nur in Südamerika - zu bewältigen, wie im vergangenen Jahrhundert.

In Summe eine nüchterne, sachliche Bestandsaufnahme eines kirchenpolitischen Beobachters. Der Moderator rief zum Schluss dazu auf, den Reformgruppen beizutreten und sich zu den Programmen der Kirchenreformer in den (Basis-) Gemeinden und unter Bischöfen zu bekennen. Die Reformgruppen können beispielsweise Themen und Referent-innen für Gemeinde- und Verbands-aktivitäten vor Ort anbieten. Die international vernetzten Reformgruppen beraten derzeit einen Aufruf an die Teilnehmer der Bischofssynode, den Reformkurs von Franziskus zu unterstützen. Erfahrungsgemäß wird das von der Weltpresse aufgegriffen.

Dr. Edgar Büttner, Organisationsberater, Sprecher der KirchenVolksbewegung München

Bad Aibling, 12.09.2015

 

Link zum Buch

 

Unter dem Eindruck der Missbrauchsskandale hat die katholische Kirche in Deutschland einen Dialog mit den Gläubigen angestoßen. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Am Anfang stand der bittere Skandal um die sexuelle Gewalt von Priestern und Kirchenmitarbeitern, der die katholische Kirche im Jahr 2010 in den Abgrund blicken ließ. Und als es um die Frage ging, was nun anders werden müsste in dieser Kirche, folgte die Erkenntnis: Die Bischöfe und das Kirchenvolk mögen die gleichen Gebete sprechen - doch sie reden aneinander vorbei, dass sich dem Heiligen Geist die Federn sträuben müssten, sollte er wirklich eine Taube sein.

den ganzen Kommentar von Matthias Drobinski lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung

Vor fünf Jahren begann der Dialogprozess, der das Vertrauen zwischen Kirche und Volk wiederherstellen sollte. Nun sagt Kardinal Marx, die Kirche sei "in den Tritt gekommen" und lobt den Schritt in eine offene Gesellschaft.

den ganzen Artikel von Matthias Drobinski lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung

Leben und Freiheit

Der Vatikan lehnt Abtreibung weiter ab. Von Franzikus’ Geste soll nun vor allem eine Botschaft ausgehen: Nichts auf der Welt ist so heillos, dass es nicht Vergebung und Neuanfang geben kann.

Alle Priester dürfen während des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit von der in der katholischen Kirche als Sünde angesehenen Abtreibung lossprechen.

 

SCHREIBEN VON PAPST FRANZISKUS, MIT DEM ZUM AUSSERORDENTLICHEN JUBILÄUM DER BARMHERZIGKEIT DER ABLASS GEWÄHRT WIRD (von Vatican.va)

Papst Franziskus erleichtert das Verfahren, mit dem die katholische Kirche eine Ehe für ungültig erklärt. Das ist gut: Es hilft jenen Kirchenangestellten, die wieder heiraten wollen, ohne Nachteile im Beruf befürchten zu müssen. Und es hilft vor allem Katholiken, die daran glauben, dass das Ehesakrament den Segen Gottes in ihre Bindung bringt - auch im zweiten Versuch. Nur: Eine Revolution bedeuten die Veränderungen nicht. Sie lösen auch nicht das Problem dieser Kirche mit dem Thema Scheidung.

 

Den ganzen Kommentar von Matthias Drobinski lesen sie hier in der Süddeutschen Zeitung