im Dezember 2013

Liebe Mitchristen,
Liebe Kirchenbürger und Kirchenbürgerinnen in der Erzdiözese München-Freising,

als Geschwisterorganisation des Münchner Kreises, dem Zusammenschluss reform-orientierter Priester und Diakone, hat die Gemeindeinitiative.org in diesem Jahr ihren Arbeitsschwerpunkt dem Wahrnehmen der aktuellen Kirchensituation und der Bedürfnisse der Menschen für Veränderungen gewidmet. Dabei wurde deutlich:

Wir brauchen eine grundsätzliche Neuorientierung an Jesu Botschaft und Handeln, die auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht.

Wir brauchen eine kirchliche Gemeinschaft, die die Lebens- und Denkwelt heutiger Menschen sowie ihre Anliegen ernst nimmt und ihnen Heimat bietet.

Wir brauchen keine lehramtliche Bevormundung, die die Eigenverantwortlichkeit, Glaubensfreiheit und das Gewissen der einzelnen Kirchenmitglieder ignoriert.

Wir brauchen übersichtliche Gemeinden, in denen es möglich ist, Freude und Leid der Menschen zu spüren und miteinander zu teilen.

Wir brauchen keine Kirchenstrukturen, die die Menschen zu Opfern eines als unveränderbar erklärten Systems macht und Ihnen dabei die Freude am Glauben und an der Gemeinschaft nimmt.

Wir brauchen eine kirchliche Gemeinschaft, die noch Interesse und Neugier bei den jungen Menschen nachwachsender Generationen weckt und in der sie gerne leben und mitwirken mögen.

Wir brauchen eine Menschen zugewandte und aufrichtende Verkündigung der Botschaft Jesu durch gut ausgebildete Männer und Frauen.

Wir brauchen Gottesdienste in denen Freude und Leid der Menschen Platz haben, in denen die ermutigende Botschaft in zeitgemäßer und verständlicher Sprache ins Heute hinein gesprochen wird.

Wir brauchen Sakramente, die das Wohlwollen Gottes spüren lassen und den Menschen Heil bringen. Sakramente sind nicht dazu da, um auszugrenzen oder zu strafen.

Wir brauchen glaubwürdige verantwortliche Männer und Frauen, die in jesuanischer Art und Weise zu den Menschen gehen und ihnen zu einem würdigen Leben verhelfen.

Wir brauchen fähige verantwortliche Frauen und Männer, die auf allen Ebenen von denen gewählt werden, für die sie Verantwortung tragen.

Wir brauchen offene und freie Diskussionen zu allem, was die Menschen in der Kirche bewegt, und statt ängstlichem Abwarten den Mut zu einem "Kirchenlabor", um Weiterführendes zu entwickeln, und Handeln auch aufgrund vorläufiger Entscheidungen.

Wir werden nicht ruhen, bis der echte, offene, hierarchiefreie und verbindliche Dialog mit kirchlichen Verantwortlichen und besonders mit unseren Brüdern in der Leitung möglich ist.

Die Gemeindeinitiative sucht die Vernetzung mit reform-orientierten Menschen und den Dialog auf allen Ebenen kirchlichen Lebens, um die Zukunft der kirchlichen Gemeinschaft weiterzuentwickeln, auch wenn dies mühevoll sein mag.

Wir alle sind aufgerufen, nicht ängstlich, sondern mit mutigem, unverzagten Geist uns auf den Weg zu machen. Warum wären wir sonst getauft und gefirmt?

Wir laden alle ein, denen es um die gleichen Ziele geht, die Gemeindeinitiative zu unterstützen.

Seien Sie geschwisterlich gegrüßt!

Für die Gemeindeinitiative aus dem Koordinationsteam

Willi Genal          Anita Greimel         Paul-G. Ulbrich

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